Jacob Hofman
Der Mann, der das Werk in Stadskanaal hielt, die Paläste streichen lässt und Hofman auf Platz 12 der Paint500 führte.

Angefangen an der Dispergierlinie
Wer das Werk führen will, muss wissen, wie es um vier Uhr nachts riecht.
Jacob Hofman studierte Verfahrenstechnik und begann 1998 im Schichtbetrieb an der Dispergierlinie in Stadskanaal. Nicht, weil er musste — sondern weil sein Vater fand, dass man eine Farbenfabrik erst führen darf, wenn man selbst eine Charge freigegeben und selbst eine abgelehnt hat.
2011 übernahm er das Unternehmen von seinem Vater und führte es 2019 in die Hofman Paint LLC — unter einer Bedingung: Produktion und Labor bleiben in Stadskanaal.
Unter seiner Führung wuchs der Anteil dekorativer Beschichtungen im Nahen Osten von vier auf zweiundzwanzig Prozent des Umsatzes, und Hofman stieg von Platz 31 auf Platz 12 der Paint500. Zudem ist er Vorstandsmitglied im Branchenverband der Farben- und Druckfarbenhersteller.
Vom Werftjungen zur Paint500
Hofman senior beginnt am Stadskanaal mit Schiffslack für die Groninger Werften.
Hofman erhält das Prädikat und übernimmt die Instandhaltung der Königlichen Paläste.
Nach dem Studium der Verfahrenstechnik beginnt Jacob im Schichtbetrieb an der Dispergierlinie.
Jacob übernimmt Produktion und Labor und führt die Chargenverfolgung ein, die das Unternehmen bis heute nutzt.
Jacob übernimmt das Unternehmen von seinem Vater. Erste Entscheidung: das Farbarchiv digitalisieren, bis zu den Rezepturen von 1975.
Die internationale Gruppe entsteht, mit Büros in Dubai und São Paulo. Jacobs Bedingung: Produktion und Labor bleiben in Stadskanaal.
Die beste Platzierung aller Zeiten — und die beste eines Familienunternehmens dieser Größe.
Drei Fragen an Jacob
Warum steht das Werk immer noch in Stadskanaal?
„Weil Farbe Menschenarbeit ist. Die Hälfte unserer Leute arbeitet hier länger als zehn Jahre; dieses Wissen zieht nicht um. Und ehrlich gesagt: Ich wohne selbst um die Ecke. Wenn Linie 2 stillsteht, stehe ich in zehn Minuten daneben.“
Was machen Sie selbst noch in der Werkhalle?
„Jeden Donnerstagmorgen um sieben bin ich bei der Freigabe im Labor dabei. Nicht zur Kontrolle — die Laboranten sind besser als ich — sondern weil man dort hört, was wirklich los ist. Die besten Investitionsentscheidungen sind an diesem Tisch gefallen.“
Was ist die beste Farbe, die Hofman je gemacht hat?
„H-27 Hofblau. Die Rezeptur stammt von meinem Vater, aus dem Jahr 1986, und sie hängt noch immer an den Palästen. Wenn ich vorbeifahre, schaue ich immer noch kurz auf die Fensterrahmen. Berufskrankheit.“
„Mein Vater sagte: Eine Dose Farbe ist ein Versprechen in Blech. So führen wir dieses Unternehmen noch heute.“
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